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Aktuelles aus dem Bezirk

Die Linke Marzahn-Hellersdorf legt deutlich zu – Gespräche über Zählgemeinschaft mit Sarah Bigall als Bürgermeisterkandidatin

Die Linke hat bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung in Marzahn-Hellersdorf deutlich hinzugewonnen. Nach dem vorläufigen Ergebnis erreicht sie bei der BVV-Wahl 20,3 Prozent – ein Plus von 4,5 Prozentpunkten gegenüber 2023. Bei den Zweitstimmen zur Abgeordnetenhauswahl kommt sie im Bezirk auf 20,2 Prozent und gewinnt 5,7 Prozentpunkte hinzu. Damit liegt Die Linke bei beiden Wahlen vor der CDU auf Platz zwei und ist damit die stärkste der demokratischen Parteien im Bezirksparlament.

Dieses Wahlergebnis ist angesichts des besorgniserregenden Abschneidens der AfD jedoch kein Grund zum Feiern, sondern auch ein klarer Auftrag. Alle demokratischen Kräfte sind jetzt gefordert zusammenzuhalten und konstruktiv zum Wohle unseres Bezirks zusammenzuarbeiten.

Kristian Ronneburg, Bezirksvorsitzender der Linken Marzahn-Hellersdorf erklärt dazu:

„Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen sowie unseren Mitgliedern und Unterstützenden für ihren großen Einsatz. Ein besonderer Dank geht an unsere Kandidierenden für das Abgeordnetenhaus, die von Marzahn-Nord bis Mahlsdorf, einen leidenschaftlichen Wahlkampf geführt haben. Dieses Ergebnis ist ein Auftrag, für bezahlbare Mieten, die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne, einen bezahlbaren, verlässlichen Nahverkehr und für ein sauberes Berlin zu sorgen. Die Menschen erwarten zu Recht, dass sich ihr Alltag endlich wieder verbessert und ihre Anliegen politisch Gehör finden: Nahversorgung statt Nachverdichtung, mehr Ärzte im Kiez und gute Schulen.

Die Linke ist bereit, Verantwortung für Marzahn-Hellersdorf zu übernehmen. Mit Sarah Bigall als Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin werden wir mit den demokratischen Parteien Gespräche über die Bildung einer Zählgemeinschaft aufnehmen. Unser Ziel ist eine verlässliche Mehrheit für eine soziale und demokratische Entwicklung unseres Bezirks.

Das starke Abschneiden der AfD ist ein ernstes Warnsignal. Wir werden uns jeder Politik der Ausgrenzung entgegenstellen und den Zusammenhalt in unserem Bezirk stärken. Als Linke sind wir für alle Menschen in Marzahn-Hellersdorf da und wir werden uns vor alle Menschen stellen, die das Ziel von Hetze und Hass dieser Partei werden. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen wir aus.

Zur Reihenfolge des Listenvorschlags für das Abgeordnetenhaus erklärt Ronneburg:

„Bei der Übertragung unseres Listenvorschlags für das Abgeordnetenhaus ist ein Fehler in der Reihenfolge entstanden. Dieser wurde durch den Wahlprüfungsausschuss nicht erkannt; die Liste wurde in dieser Reihenfolge rechtsgültig zugelassen. Uns ist wichtig, diesen Fehler transparent zu benennen. Nach dem Wahlergebnis steht jedoch fest: Der Übertragungsfehler wird keine Auswirkungen auf den Wählerwillen haben. Bjoern Tielebein, Nadine Jüngling und Steffen Ostehr werden für Die Linke in Marzahn-Hellersdorf in das Abgeordnetenhaus einziehen.

Gemeinsam werden wir die Interessen unseres Bezirks auf Landes- und Bezirksebene mit Nachdruck vertreten. Unser Bezirk verdient die gleiche Aufmerksamkeit wie die Innenstadt. Dafür werden wir unsere gewachsene Stärke nutzen."

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