Aktuelles aus dem Bezirk
Enten füttern ist verboten
„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“. Spätestens zum Osterspaziergang an Spree, Dahme oder Wuhleteich treffen wir auf neugierige Enten und andere Wasservögel, die uns Menschen anbetteln. Und da gibt es Omas mit Enkelchen (aber nicht nur die), die glauben, dem Geflügel etwas Gutes zu tun, indem sie Brot, ja ganze Stullenreste verfüttern. Doch das hat nichts mit Tierschutz zu tun. Im Gegenteil. Fast Food wie Brot ist nichts für Vogelmägen. Auch wenn die Tiere sich über ungesundes Futter freuen. Doch das wiederum scheint ja fast menschlich. Denn auch viele Menschen neigen zu ungesunder, schneller Ernährung. Manche Argumente von Biologen wie die Gewöhnung der Tiere an den Menschen, Verhaltensänderungen durch fehlende Fluchtdistanz etc. sind für mich hier nicht entscheidend, die stadtnahe Population des Wassergeflügels hat sich inzwischen ähnlich an den Menschen gewöhnt wie Wildschweine oder Füchse. Und niemand will wohl Stockente oder Schwäne abschießen. Doch gesalzenes Brot aus Sauerteig führt zu qualvollem Tod der Tiere, die Ausscheidungen sorgen mit den verbliebenen Resten für das Wachstum von Algen und Bakterien. Der Nährstoffreichtum führt zum „Umkippen“ der Gewässer. Es gibt selbst im Winter genug Nahrung für die Vögel. Wer ihnen dennoch einen gesunden „Snack“ zukommen lassen will, nehme Getreide – wie etwa im unbehandelten Müsli steckenden Hafer - oder Obst und Gemüse, zum Beispiel auf Schnabelgröße geschnittene Apfelstücke.
Statt einfach nur Verbotsschilder aufzustellen, sollte man auf diese Zusammenhänge hinweisen.

