Aktuelles aus dem Bezirk
Fragwürdige Baugenehmigung an der Hohensaatener Straße muss dringend überprüft werden
Nachdem der Einwohnereintrag der Anwohnerinitiative Marzahn-Ost im November 2025 beschlossen wurde, scheut das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf weiterhin eine Überprüfung der Baugenehmigung für den Neubau an der Hohensaatener Straße 18. Die das Bezirksamt tragenden Parteien SPD und CDU verhindern eine solche Überprüfung, ein entsprechender Antrag der Linken wurde von beiden Parteien abgelehnt. Damit wird eine effektive Umsetzung des Einwohnerantrags verhindert, während der Abriss der Kleeblattpassage bereits begonnen hat.
Kaum ein anderes Neubauprojekt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf erregte 2025 so viel Aufmerksamkeit wie die ehemalige Kleeblattpassage an der Hohensaatener Straße in Marzahn. Wenn es weiter nach Senat und HOWOGE geht, wird an der Stelle des Nahversorgungsflachbaus bald ein 17-stöckiges Hochhaus entstehen. Doch Anwohnerinnen und Anwohner wehren sich weiterhin, weil der riesige Neubau das Kiezbild extrem verändern würde. Sie haben eine Initiative gegründet. Deren Einwohnerantrag wurde im November beschlossen, aber gleichzeitig begannen die Bagger und Abrissbirnen schon ihre Arbeit. Die Linke forderte daher vom Bezirksamt: erst Bürgerbeteiligung, dann weitere Bauvorbereitungen. Doch CDU und SPD stellten sich gegen den Bürgerwillen und lehnten zuletzt die Linke Initiative ab.
„Mal wieder ein herber Rückschlag für Bürgerbeteiligung im Bezirk“, kommentiert nun Sarah Bigall, Co-Vorsitzende der Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf. „Das Bezirksamt verteilt Baugenehmigungen auf Zuruf und nimmt beschlossene Einwohneranträge offenbar nicht ernst. Das laufende Bebauungsplan-Verfahren wird jetzt zur Farce, wenn vor Ort bereits die Bauvorbereitungen weitergehen und somit längst Tatschen geschaffen werden.“

