Aktuelles aus dem Bezirk
Verkehrschaos beim Kirschblütenfest - BVG wurde nicht für Verstärkerfahrten angefragt!
Am vergangenen Wochenende fand das traditionelle Kirschblütenfest in den „Gärten der Welt“ statt. Das Fest gehört zu den beliebtesten und besucherstärksten Veranstaltungen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Mit einem so großen Fest gehen auch viele logistische Herausforderungen einher. Trotz der Bitten der Grün Berlin GmbH, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, reisen weiterhin viele Besucherinnen & Besucher mit dem Auto an. Es stehen jedoch nicht genügend Parkplätze für diesen Besucherandrang zur Verfügung. Das hatte auch am vergangenen Wochenende, insbesondere am sonnigen Samstag, zu einem Verkehrschaos in den umliegenden Wohngebieten geführt. Viele Anwohnerinnen und Anwohner klagten über chaotische Szenen, Falschparker und auch darüber, dass sie ihr eigenes Auto nicht mehr parken konnten. Doch auch die Busse der BVG waren völlig überfüllt und fuhren an diesem Tag nicht öfter als an anderen Wochenenden.
Auf Nachfrage der Linken erklärte die BVG, dass sie weder vom Senat noch vom Veranstalter, der Grün Berlin GmbH, für Verstärkerfahrten angefragt worden waren. Diese werden üblicherweise bei großen Veranstaltungen eingesetzt, um den Besucherandrang mit dem öffentlichen Nahverkehr bewältigen zu können. Die Kirschblütenfeste der Vergangenheit haben gezeigt, dass dieses Fest sehr beliebt ist. Insbesondere die sonnige Wettervorhersage für den Samstag konnte bereits im Vorfeld hohe Besuchszahlen erwarten lassen.
Dazu erklären Sarah Bigall und Bjoern Tielebein, Vorsitzende der Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf:
„Es ist nicht zu fassen, dass weder die Verantwortlichen im Wegner-Senat noch die landeseigene Grün Berlin GmbH darauf kommen, die BVG rechtzeitig darüber zu informieren, dass das Kirschblütenfest in den „Gärten der Welt“ stattfindet und entsprechend Verstärkerfahrten auf den Buslinien eingesetzt werden müssen, um den Besucherandrang zu bewältigen. Zu einem gelungenen Fest in diesen Größenordnungen gehört – für die Gäste wie für die Anwohnerinnen und Anwohner – eine reibungslose und bequeme Anreise ohne Stress und Verkehrschaos. Wenn man die Gäste darum bittet, das Auto zu Hause zu lassen, sollte man sich auch um die Alternativen kümmern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass künftig beim Kirschblütenfest und anderen großen Festen genügend Busse fahren. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.“
