Kiezkantine auf Rädern

Gemeinschaft stärken, Armut bekämpfen und Orte schaffen, an denen Nachbarinnen und Nachbarn zusammenkommen, essen und sich austauschen können.

Wir hatten Kartoffelsuppe gekocht, Kaffee und Tee gebrüht, unsere Infoblätter über “Kiezkantinen” und “Die Linke hilft” unter den Arm geklemmt und auf ging es in die Helle Mitte, um mit Passant*innen zu reden oder Suppe zu essen. Mit dabei Sarah Bigall unsere Spitzenkandidatin für das Abgeordnetenhaus. Unser Kandidatin für Hellersdorf-Nord, Nadin Jüngling konnte leider wegen Corona nicht mit auf den Platz.  Es gab viel Lob und auch diejenigen, die uns nicht so mögen, kamen zu Wort. 

Hohen Mieten und steigenden Lebensmittelpreisen -viele Menschen können sich keine warme, gesunde Mahlzeit mehr leisten. Unsere Forderung- in allen Berliner Bezirken „Kiezkantinen“ eröffnen – öffentlich geförderte Orte, wo täglich frisch gekochte Gerichte angeboten werden.

Künftig soll es auch bei uns in Marzahn-Hellersdorf mindestens eine Kiezkantine geben, in der alle gesundes, frisch zubereitetes Essen bekommen – für nur 3 Euro pro Gericht. 

Wir als Linke wollen damit Gemeinschaft stärken, Armut bekämpfen und Orte schaffen, an denen Nachbarinnen und Nachbarn zusammenkommen, essen und sich austauschen können.

Kiezkantinen sollen soziale Treffpunkte werden – gerade dort, wo es bisher wenige günstige Angebote gibt, wie in Marzahn und in Hellersdorf.

 

Kartoffel auf die Teller!

Die Ernte 2025 war riesig. So riesig, dass der Handel und weiterverarbeitende Betriebe nicht alle Kartoffeln abnehmen wollten. Die ostdeutsche Osterland Agrar GmbH wiederum wollte ihre Kartoffeln nicht einfach wieder unterpflügen. So wuchs die Idee, die vielen guten Knollen (insgesamt 4.000 Tonnen!) zu »retten«. Unterstützer wie die Onlinesuchmaschine Ecosia und die Berliner Morgenpost sowie unzählige Verteiler in Berlin waren begeistert von der Idee: Wir retten Lebensmittel! Auch Die Linke macht mit. Denn: Die Linke hilft! Verteilstation LINKER TREFF in Helle Mitte.

Wir wollten auch noch, dass die Kartoffeln besonders dort ankamen, wo der Geldbeutel klein ist. Ich denke, das ist uns gut gelungen. Die Logistik war nicht einfach. Zuerst zögerten wir mitzumachen, da wir uns glaubten, tagelang dann auf Kartoffeln zu hocken. Dann machten wir einen Plan, wie man an zwei Tagen Kartoffeln verteilen könnte und dann überrollte uns die Realität. Schon bevor unsere planmäßige Verteilung beginnen konnte, waren die Kartoffeln alle. 

Wir mussten Lehrgeld bezahlen und viele, viele Bürgerinnen und Bürger am nächsten Tag wegschicken. Solange der Vorrat reicht- tröstet nicht wirklich, wenn man nichts abbekommen hat. Einen halben Tag stellten wir uns auf die Straße und erklärten, warum es keine Kartoffeln mehr gab. In einige Handys tippten wir die Internetadresse (www-4000-tonnen.de) für die Verteilpunkte ein. Mit und ohne gefüllten Kartoffelbeutel, gab es das eine oder andere Dankeschön. Die Linke Marzahn-Hellersdorf bedankte sich mit einem Brief bei der Osterland Agrar. 

 

Lebendige Demokratiefest in der Hellen Mitte

Zum 17. Mal fand das jährliche Demokratiefest am 6. September auf dem Alice-Salomon-Platz statt. Die Veranstaltung „Schöner leben ohne Nazis“ wird vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf organisiert. Mit dabei: zahlreiche Vereine, Parteien und gesellschaftliche Organisationen. Alle Beteiligten setzen sich gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit ein.

Sechs Stunden mit Informationen zum Mitnehmen, mit aufschlussreichen Gesprächen und viel Schwung am Glücksrad machten am Stand der Linken allen viel Spaß.

Herzlichen Dank unseren 15 Aktiven hinter, vor und um unseren Stand herum!

Im Zeichen des Friedens und der Solidarität

Am 9. Mai 1999 wurde im damaligen Rohrbruchpark ein weithin sichtbares Peacezeichen angelegt. Die Initiative dazu war von einer Gruppe junger Menschen in Hellersdorf ausgegangen, die damit gegen die Beteiligung der NATO und damit der Bundeswehr an den Bürgerkriegen in Exjugoslawien protestieren wollten. Die Jugendlichen hatten vorher Kontakt zur bosnischen Friedensaktivistin, Jelena Šantić und ihrer Gruppe 484 aufgenommen und ihrerseits als Zeichen der Solidarität die Gruppe 485 gegründet. Jelena Šantić war eine bekannte Balletttänzerin, Primaballerina der Bergrader Oper. Sie hatte mit Gleichgesinnten wiederholt Kriegsgebiete besucht und die Beendigung der Kriegshandlungen gefordert. Die Gruppe 484 kümmerte sich um Geflüchtete aus allen Teilen Exjugoslawien und sorgte für ihre menschenwürdige Unterbringung. Am 9. Mai 1999 nahm Jelena Šantić an einer Friedensdemonstration in Berlin teil. Im Anschluss an diese Demo war Jelena Šantić in Hellersdorf und bepflanzte mit den Jugendlichen  die ersten Blumen für das Peacezeichen. An dieser Aktion beteiligten sich auch zahlreiche Mitglieder der damaligen PDS. Jelena Šantić verstarb am 18. März 2000, am 8. Mai des gleichen Jahres führten Mitglieder der  Gruppe 485 eine symbolische Benennung des Rohrbruchparks in Jelena-Šantić-Friedenspark durch. Dieser Vorschlag wurde von der Bezirksverordnetenversammlung  Marzahn-Hellersdorf aufgegriffen und die Benennung konnte am 13. März 2003 stattfinden. Seitdem führt unsere Partei am 1. September, dem Weltfriedenstag, immer wieder eine kleine Friedensaktion am Peacezeichen im Jelena-Šantić-Friedenspark durch

Renate Schilling

Treffpunkt Kartoffelsalat

Plaudern über Marx und die Welt

Am 10. August - unser erster Sonntagsbrunch. Jeder brachte was mit und los. Ohne Tagesordnung, sich unterhalten, Fragen diskutieren, Positionen klären. An meiner Tischecke ging es z.B. um die Organisationsplattform ZETKIN, dreidimensionale Fotografie und wo ist überhaupt das Peacezeichen in Hellersdorf. Allen hat es gefallen und im Oktober wird es eine Folge 2 geben. 

Kinder, Kinder, Kindertag

International am "Kompass" in Kaulsdorf Nord

Der Internationale Kindertag am 1. Juni stand vor der Tür. Am 25. Mai war Kinderfest an und in der Jugendfreizeiteinrichtung "Kompass". Ausserhalb der Einrichtung standen wir mit Glücksrad und Bastelangeboten, mit Tat und Rat und trotzten dem Regen, wie viele unserer neugierigen Gäste und Gesprächspartner:innen.

8. März

feministischer Frühschoppen

Am Frauentag - wie so oft, quatschen bei Kaffee, Tee, Picolo und Gebäck und doch etwas anderes! Letztes Jahr Kaffeetrinken, alle Seniorinnen. Dieses Jahr ein Feministischer Frühschoppen – altermäßig herrlich gemischt und auch mit Sympathisantinnen und zwei Kämpferinnen von den Omas gegen rechts. Das war ein Ergebnis unseres erfolgreichen Wahlkampfes -neues Engagement zu vielen Themen. Jung und Älter hatten sich etwas zu sagen. Jung und Älter hörten einander aufmerksam zu. Es war ein super Tageseinstieg und danach gings raus, die Welt ein bisschen besser machen.  

Haustürwahlkampf

Neuland

Das erste Mal für uns, bei uns - am 11. Januar - Haustürwahlkampf! Rund um die Geschäftsstelle, Henny-Porten-Straße zogen wir los.  25 Wagemutige machten sich auf den Weg, immer zu zweit, und haben an 1000 Türen geklingelt, über 100 Gespräche geführt mit unterschiedlichen Erfahrungen, bis hin zu Zusagen, Die Linke zu wählen. Andere Genossinnen und Genossen verteilten Flyer in die Briefkästen.  Anschließend wurden bei Kürbis- und Kartoffelsuppe, Schmalzstullen und heißen Getränken alle Erlebnisse ausgewertet. Für die Beköstigung hatten aus unseren Ortsverband Marina und Stefan, Renate und Ute gesorgt.

Ab jetzt geht es jedes Wochenende in den Haustürwahlkampf immer gemeinsam mit Katalin Gennburg, unserer Direktkandidatin.

Überall Wahlkampf

Impressionen

Es begann, wie immer, die Plakate sind da also Fädeln, Fädeln…ab 2. Januar 2025 ging es los, zahlreiche Genossinnen und Genossen haben geholfen, so wurden wir schnell fertig. Ab 12. Januar rückten viele Teams aus um die ersten Plakate anzubringen.

Blumen für Jelena

Infos für Parkbesucher

Anlässlich des 80. Geburtstages von Jelena Šantić ehrten Mitglieder der LINKEN die Belgrader Primaballerina und Friedenskämpferin. Am 18. Juli brachten sie Blumen und Informationen zum Leben der außergewöhnlichen Frau am Rande des Jelena-Šantić-Friedenspark an. Seit 2003 trägt der Park an der Hellersdorfer Straße ihren Namen. -

Ein Stückchen Geburtstagskuchen gab es übrigens auch!

MRK_18.07.2024

Gesamtmitgliederversammlung am 5.6.2024

Seit zwei Jahren sind wir nun der Ortsverband Hellersdorf mit fast 120 Mitgliedern. Zwei Wiederholungswahlen fanden in diesem Zeitraum statt- zweimal erneut Wahlkampf. Das zerrt an den Ressourcen und bindet Kräfte, welche wir sicherlich viel besser für andere Projekte benötigt hätten.

Am 5. Juni trafen wir uns, um gemäß Satzung den Vorstand des Ortsverbandes neu zu wählen und unsere Delegierten für die neue (9.) Hauptversammlung des Bezirksverbandes.

Bevor es an die Wahlen ging, stellte sich Marius, ein junger Genosse und neu gewählter Bundesparteitagsdelegierter für die Linke Marzahn-Hellersdorf vor. Er bat um Unterstützung bzw. Zusammenarbeit, damit er den Bezirksverband auf dem Bundesparteitag (im Herbst in Halle) auch im Sinne vieler Genossinnen und Genossen aus den Gruppen vertreten kann. Bei dem jetzigen Stand der Linken in der Gesellschaft zwingt sich das Wort „Neuausrichtung“ auf. Dazu ist viel Verständigung nötig. Marius will verstehen und Vorschläge machen. Ein Papier vom Ortsverband Marzahn Nord liegt schon auf dem Tisch. Die Diskussion hat begonnen.

In die neue Ortsverbandsleitung wurden gewählt Zoe Dahler, Marina Richter-Kastschajewa; Renate Schilling und Detlef-Frank Müller.

Die Gesamtmitgliederversammlung wählte ebenfalls 11 Delegierte für die Hauptversammlung (6 Frauen und 5 Männer). MRK_10.06.2024

Berliner Ostermarsch 2024

Für Frieden und Abrüstung gingen in Berlin einige tausend Friedensbewegte auf die Straße, um Gesicht  zu zeigen. Die Teilnehmer einte die Auffassung, dass ein Frieden nicht militärisch zu gewinnen sei und die Bundesregierung nicht erkennen lässt, dass sie ernsthafte Bemühungen unternimmt, den Krieg durch Verhandlungen zu verkürzen und zu beenden. MRK_ 30. März 2024

Gesamtmitgliederversammlung am 7.12.2023

In vorweihnachtlicher Atmosphäre trafen sich 21 Genossinnen und Genossen zur Gesamtmitgliederversammlung. Als Neumitglied wurde Daniel begrüßt und er stellte sich vor. Persönliche Eindrücke vom Bundesparteitag schilderte Anne Heinschel. Anne war das erste Mal Delegierte. Ihr gefiel die gute Stimmung auf dem Parteitag trotz kontroverser Debatten, wie bei der Einschätzung des Nahostkrieges, wo schließlich ein Kompromissantrag beschlossen wurde. Zum Europawahlprogramm gab es zahlreiche Änderungs- und Ergänzungsanträge, viele konnten aber schon im Vorfeld mit den Einreichenden geklärt werden. Das Wahlprogramm unterstreicht unsere Forderungen nach einem humanitären Umgang mit Geflüchteten bzw. dass Ursachen für Fluchtgründe stärker benannt werden. Die EU muss mehr im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gestalten.

Kristian Ronneburg und Renate Schilling konnten über den Landesparteitag ebenfalls berichten, dass die Stimmung gut war. Die zahlreichen Neueintritte der letzten Tage stimmen optimistisch. Unser Bezirksverband müsste hier noch etwas zulegen. Auf dem Landesparteitag wurde der Beschluss über die Erhöhung der Mandatsmitgliederbeiträge mit großer Mehrheit gefasst. Auch in unserem Bezirksverband fanden dazu Gespräche mit unseren Verordneten der BVV, den Abgeordneten im Abgeordnetenhaus und mit unserer Stadträtin statt. Im Mitgliederbrief von Landesvorstand und Bezirksvorstand wurde dieses Thema ebenfalls angesprochen. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge sichert die weitere finanzielle Stabilität unserer Partei auch für die nächsten Wahlkämpfe.

Die Entscheidung über eine Wiederholung der Bundestagswahl fällt am 19.12.2023. Der Landesvorstand und der Bezirksvorstand bereiten sich auf die beiden möglichen Varianten vor, entweder die Wahl wird in ganz Berlin wiederholt oder nur in einigen Wahlbezirken.

Weitere Diskussionsthemen:

Die Bebauung des Innenhofes in der Lily-Braun-Straße durch die STADT und LAND erregte wieder die Gemüter in unserer Versammlung. Alle Ein- und Widersprüche, die wir auf Bezirks- und Landesebene eingebracht haben, wurden abschlägig durch die zuständige Senatsverwaltung beantwortet, so dass mit einem Baubeginn Anfang 2024 gerechnet werden muss.

Die Entscheidung durch die Denkmalschutzbehörde, die U-Bahnhöfe der U5 in Hellersdorf unter Denkmalschutz zu stellen, sollte nach Kristians Meinung von uns kritisch begleitet werden. Eine Sanierung der Bahnhöfe, bis auf die Station Kienberg-Gärten der Welt, ist genauso dringend notwendig. Ein Erfolg hat die Unterschriftensammlung der Seniorenvertretung für den Bau von Aufzügen auf den U-Bahnhöfen, die wir unterstützt haben, erbracht, da diese gebaut werden sollen, wie schnell, hängt dann auch von den Auflagen des Denkmalschutzes ab.

Wir wünschen allen Mitgliedern unseres Ortsverbandes und ihren Lieben eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Vielen Dank für euer Mittun

Marina, Renate und Kristian

 

 

 

 

Friedenspicknick am 1.September 2023

Am Friedenspicknick nahmen 25 Genossinnen und Genossen teil. Kristian Ronneburg erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass der 1. September Weltfriedenstag ist. An diesem Tag rufen traditionell viele Organisationen und Einzelpersonen zu Aktionen auf, die die Notwendigkeit von Friedenspolitik in der Welt in den Mittelpunkt stellen. DIE LINKE tritt für Abrüstung, Diplomatie und friedliche Konfliktlösungen ein, vor allem auch im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Wir bleiben dabei: Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles andere nichts. Petra Pau bekräftigte, dass die Fraktion der LINKEN im Bundestag als einzige Fraktion die Aufnahme von diplomatischen Aktivitäten zur Beendigung des Krieges in der Ukraine einfordert. Diese setzte sich auch dafür ein, dass russischen Kriegsdienstverweigerern, Asyl in der Bundesrepublik gewährt wird. Sie kritisierte, dass im Haushaltsplan 2024 der Bundesregierung 85 Milliarden Euro für die Bundeswehr und damit für Aufrüstung, ausgegeben werden sollen – so viel wie noch nie in der Geschichte der BRD. Dafür sollen für viele Angebote im sozialen und kulturellen Bereich die Mittel erheblich gekürzt werden sollen. Renate Schilling erinnerte an die bosnische Friedensaktivistin Jelena Santic, die sich während des Krieges in Jugoslawien bei Friedensaktionen für die Beendigung des Krieges eingesetzt hat und mit ihrer Gruppa 484 Geflüchtete unterschiedlicher Herkunft unterstützt hat. In Ihrem Beisein wurde am Hang des damaligen Rohrbruchparks von Jugendlichen aus Hellersdorf und Mitgliedern der PDS Hellersdorf das Peacezeichen errichtet. Am 13.3.2003 wurde der Park oberhalb des Peacezeichens in Jelena-Santic-Friedenspark umbenannt. Mit unserem traditionellen Friedenspicknick knüpfen wir an Friedensaktionen, Solidaritätsaktionen mit Geflüchteten und Aktionen gegen Rechts und Fremdenfeindlichkeit der PDS/DIE LINKE, gemeinsam mit Bürgerinitiativen und Vereinen und Verbänden im Bezirk, wie Marzahner Friedensweg, Bürgerinitiative „Hellersdorf hilft Tuzla“ in den 90er Jahren sowie nach 2013 Solidarität und vielfältige Unterstützung für Geflüchtete und die Akzeptanz von Unterkünften für Geflüchtete.

Renate Schilling