Kalenderblätter Hellersdorf 2026

Vor 35 Jahren

am 21. Januar 1991 gründet sich der Heimatverein für Hellersdorf, Mahlsdorf und Kaulsdorf e. V. Der zuvor vom Geschichtskabinett und vom Kulturbund der DDR organisierte jährliche „Tag der Denkmalpflege und Heimatgeschichte“ wird vom Heimatverein fortgesetzt.

Vor 45 Jahren

am 10. April 1981 werden in Kaulsdorf-Nord I (Hellersdorf-Süd) die ersten 800 von den Baubrigaden der Nordbezirke, Rostock, Neubrandenburg und Schwerin errichteten Wohnungen übergeben. Fertig gestellt sind ebenfalls eine Schule und eine Kinderkombination.

Vor 20 Jahren

am 11. Mai 2006 erhält die Parkanlage auf der Fläche der ehemaligen Kita in der Adele-Sandrock-Straße 25/27 den Namen der jüdischen Schriftstellerin Mascha Kaléko (1907-1975).

Vor 40 Jahren

am 1. Juni 1986 wird der Stadtbezirk Hellersdorf offiziell gegründet. Veranstaltungen aus diesem Anlass finden nicht statt. Der Stadtbezirk besteht aus den bisherigen Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf des Stadtbezirkes Marzahn. Er hat zu diesem Zeitpunkt 52.768 Einwohner, die etwa zur Hälfte in der Großsiedlung sowie in den Siedlungsgebieten leben.

Vor 20 Jahren

am 1. Juni das erste Classic Open Air Konzert findet auf dem Fritz-Lang-Platz statt, das im Rahmen des Open Air Festivals anlässlich des 20. Jahrestages des Stadtbezirkes Hellersdorf veranstaltet wird. Das Konzert wird in der Folge, mit Ausnahme der Jahre 2013 bis 2015, bis 2019 jährlich durchgeführt.

Vor 140 Jahren

im 1886 kauft die Stadt Berlin das Gut Hellersdorf. Die dazugehörigen Flächen werden teils landwirtschaftlich genutzt, seit Ende 19. und im 20. Jahrhundert teils als Rieselfelder. 1949 wird Gut Hellersdorf volkseigenes Gut. Auf den Flächen des  Gutes nördlich und südlich des heutigen Cottbusser Platzes wird seit 1983 ein Teil der Großsiedlung Hellersdorf errichtet. 

Vor 40 Jahren

im Juli 1986 werden die 1983 begonnenen archäologischen Grabungen südlich des Cottbusser Platzes werden beendet. Dabei sind auch Spuren des mittelalterlichen Dorfes Hellersdorf freigelegt worden. Seit 15.12.2006 ist auf dem Gelände der Kirchengrundriss durch acht Stelen mit Informationen zur Dorfgeschichte markiert (= 20. Jahrestag).

Vor 35 Jahren

Ab 1. August 1991 wird in den Bezirken Marzahn und Hellersdorf wie in ganz Ostberlin das Westberliner Schulgesetz mit neuen Schultypen wirksam. Gleichzeitig werden alle aus der DDR stammenden Schulnamen abgeschafft.

Vor 40 Jahren

am 15. August wird in der Luzinstraße 20-30, in einem Teil einer Kinderkombination, Ehm-Welk-Bibliothek eröffnet. 1994 zieht sie an ihren jetzigen Standort, Hellersdorfer Straße 125. 

Vor 40 Jahren

im August 1986 wird das Kulturforum Hellersdorf eröffnet. Von 1992 bis 2003 wird das Kulturforum vom Kulturamt Hellersdorf betrieben. Von 2003 bis 2018 betreut der Verein Kulturring e.V. das Haus. Nach notwendigen Sanierungsarbeiten seit 2018 wird es am 4. Mai 2021 wieder eröffnet und erhält den Namen Lin Jaldati, im Beisein der Tochter Jalda Rebling. Das Kulturforum wird seit 2021 als Jugendkunstschule wieder vom Kulturamt geleitet.

Vor 40 Jahren

am 27./.28. September 1986 findet das erste Hellersdorfer Erntefest statt.

Vor 35 Jahren

am 13. Oktober 1991 wird das evangelische Gemeindezentrum in der Glauchauer Straße eröffnet.

R.S.

 

Jelena-Šantić-Friedenspark

Im Zeichen des Friedens und der Solidarität

Am 9. Mai 1999 wurde im damaligen Rohrbruchpark ein weithin sichtbares Peacezeichen angelegt. Die Initiative dazu war von einer Gruppe junger Menschen in Hellersdorf ausgegangen, die damit gegen die Beteiligung der NATO und damit der Bundeswehr an den Bürgerkriegen in Exjugoslawien protestieren wollten. Die Jugendlichen hatten vorher Kontakt zur bosnischen Friedensaktivistin, Jelena Šantić und ihrer Gruppe 484 aufgenommen und ihrerseits als Zeichen der Solidarität die Gruppe 485 gegründet. Jelena Šantić war eine bekannte Balletttänzerin, Primaballerina der Bergrader Oper. Sie hatte mit Gleichgesinnten wiederholt Kriegsgebiete besucht und die Beendigung der Kriegshandlungen gefordert. Die Gruppe 484 kümmerte sich um Geflüchtete aus allen Teilen Exjugoslawien und sorgte für ihre menschenwürdige Unterbringung. Am 9. Mai 1999 nahm Jelena Šantić an einer Friedensdemonstration in Berlin teil. Im Anschluss an diese Demo war Jelena Šantić in Hellersdorf und bepflanzte mit den Jugendlichen  die ersten Blumen für das Peacezeichen. An dieser Aktion beteiligten sich auch zahlreiche Mitglieder der damaligen PDS. Jelena Šantić verstarb am 18. März 2000, am 8. Mai des gleichen Jahres führten Mitglieder der  Gruppe 485 eine symbolische Benennung des Rohrbruchparks in Jelena-Šantić-Friedenspark durch. Dieser Vorschlag wurde von der Bezirksverordnetenversammlung  Marzahn-Hellersdorf aufgegriffen und die Benennung konnte am 13. März 2003 stattfinden. Seitdem führt unsere Partei am 1. September, dem Weltfriedenstag, immer wieder eine kleine Friedensaktion am Peacezeichen im Jelena-Šantić-Friedenspark durch

Renate Schilling